08.08.2016 Bvfsi-Fachbereichstagung in Frankfurt am Main: „Moderne Umgangsformen & Ess- und Tischkultur“

Bvfsi-Fachbereichstagung in Frankfurt am Main: „Moderne Umgangsformen & Ess- und Tischkultur“

 

 

 

Die konstituierende Sitzung des Fachbereiches „Moderne Umgangsformen & Ess- und Tischkultur“ leitete die Vizepräsidentin Birgit A. Eggerding mit wertschätzenden Worten gegenüber den Teilnehmern, Präsidentin Petra Schreiber und bvfsi-Mitglied und Kommunikationstrainer, Hans-Georg Drape, ein. „Wertschätzung“, war sogleich auch die Überleitung zum ersten Thema der Fachgruppe.

 

 

 

„Wertschätzender Umgang mit Konkurrenten und Mitbewerbern“

 

 

 

Viele Selbständige stehen unter dem Druck, stets allerbeste Leistung zu zeigen. Zugleich müssen sie aber auch mit Konkurrenzsituationen umgehen, die von Mitbewerbern initiiert wurden. Problematisch kann es werden, wenn einer von beiden nicht mehr fair agiert und zum Beispiel bewusst falsche Informationen weitergibt oder Auskünfte zurückhält, um dem anderen zu schaden, bzw. ihn in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen. Immer wieder erfahren wir von Beratern, die Andere durch diskreditierende Worte im Internet oder anderen Medien schaden. Dies ist nicht zu tolerieren und der bvfsi hat sich ein wertschätzendes Nebeneinander, auch durch die Einhaltung von Statuten, auf die Fahnen geschrieben. Der vermeintliche Schaden eines Konkurrenten kommt meist als Bumerang zum Absender zurück. Denn ein Berater, der Benimm, Stil und Etikette nicht verkörpert, ist nicht in der Lage, eine erfolgreiche Beratung durchzuführen, die anderen Menschen hilft, ihr Image zu verbessern.

 

 

 

Für alle bvfsi-Mitglieder gelten daher Standards, die verbindlich einzuhalten sind:

 

Durch die Unterzeichnung und gelebte Werteorientierung sowie durch das Verwenden des Siegels „Qualität, Transparenz und  Integrität“ verpflichten sich die Weiterbildner zur Einhaltung ethischer Grundsätze, wie sie im „Berufskodex für die Weiterbildung“ des „Forums Werteorientierung“ geregelt sind.

 

Darüber hinaus hat sich der BUNDESVERBAND Farbe Stil Image e.V. verpflichtet, nach den ethischen Richtlinien und im Sinne des Berufskodex für Weiterbildung des Forums Werteorientierung in der Weiterbildung e. V. zu handeln.

 

Durch das Vorleben eines verantwortungsbewussten, werteorientierten Handelns in der Weiterbildung setzen sich die bvfsi-Mitglieder unermüdlich ein. Seriöse Berater, Coachs und Trainer legen höchsten Wert auf einen fairen und verantwortungsvollen Umgang mit ihren Kunden, Teilnehmern und Mitbewerbern. Mit der Mitgliedschaft im „Forum Werteorientierung“ bieten wir unseren Mitgliedern zum einen einen Mehrwert (jedes Mitglied kann mit dem Siegel des Forums werben), zum anderen unterstreichen wir damit unser Bekenntnis zu Qualität und Professionalität.

 

Die Teilnehmer waren sich einig, dass nur eine hochwertige, fachliche Aus- und Weiterbildung in Farb-, Stil-, Image-, Typberatung sowie Modernen Umgangsformen ein wertschätzendes Miteinander unter Beratern und Mitbewerbern gewährleisten kann. Zertifizierte Weiterbildungen und die Nutzung eines ständig wachsenden bvfsi-Netzwerkes zum Erfahrungsaustausch sind die besten Garanten für ein erfolgreiches Business. Ein wertschätzender Umgang stellt sich dann ganz automatisch ein, darüber sind sich die Experten für Moderne Umgangsformen einig.

 

 

 

„Benehmen gegenüber Vorgesetzten und Umgang mit dem Chef“

 

 

 

Oft werden Geschäftsreisen gemeinsam mit dem Chef angetreten und für Mitarbeiter stellen sich viele Fragen:

 

 

 

Was ist das beste Benehmen gegenüber dem Vorgesetzten? Smalltalk während der Wartezeit am Flughafen - ausreichend Zeit für eine Gehaltsverhandlung oder eine Diskussion über unnötige Projektarbeit anstoßen?

 

 

 

Bvfsi: In fast allen Lebens- und Arbeitssituationen entscheidet der Ranghöhere!

 

Wartezeiten mit dem Chef sollten auf keinen Fall für eine Gehaltsverhandlung genutzt werden, da in dieser Angelegenheit der Chef keinerlei Zeit zur Vorbereitung eingeräumt wird. Dies entspricht keinem fairen Verhalten. Eine Diskussion über laufende Projekte sollte nur dann stattfinden, wenn der Vorgesetzte mit der Besprechung im öffentlichen Raum einverstanden ist. Dieses Einverständnis sollte vor dem Fachgespräch mündlich eingeholt werden.

 

 

 

Während der Dienstreise: Wenn ich den Frühstücksraum betrete, muss ich mich zum Chef an den Tisch setzen?

 

 

 

Bvfsi: Meist bietet sich am Vorabend die Gelegenheit zur Nachfrage beim Vorgesetzten. „Wann soll das Frühstück stattfinden oder kann jeder seinen Kaffee nehmen, wann er möchte“? Mit dieser Frage kann der Chef entscheiden. Wenn er keine feste Uhrzeit vorgibt, kann jeder für sich sein Frühstück einnehmen, ohne den anderen zu stören.

 

 

 

Sollte ich dem Chef Vorschläge zur Abendgestaltung in der fremden Stadt machen?

 

 

 

Bvfsi: Hier ist Zurückhaltung angesagt. Der Chef ist selbst in der Lage seinen Abend zu gestalten. Daher empfiehlt es sich, Vorschläge aller Art vom Vorgesetzten anzuhören. Sollten keine Anregungen, Empfehlungen oder Einladungen gemacht werden, kann jeder den Abend gestalten, wie er möchte.

 

 

 

Hin und wieder kommt es vor, dass der Chef selbst „über die Stränge schlägt“ und sich nicht von seiner besten Seite zeigt, z.B. nach übermäßigem Alkoholgenuss.

 

 

 

Bvfsi: In diesem Fall ist der stille Rückzug das beste Stilmittel. Doch das Wichtigste darf nicht vergessen werden: Am nächsten Morgen und auch sonst nie wieder darf der Vorgesetzte auf diesen Abend angesprochen werden. Selbst, wenn sich eine gewisse Vertrautheit im Laufe des alkoholreichen Abends eingestellt hat, darf diese nicht am nächsten Tag vorgeführt werden.

 

 

 

Der Vorgesetzte bietet im Zuge eines übertriebenen Alkoholgenusses das „Du“ an. Darf ich ihn für immer duzen?

 

 

Bvfsi: Hier gibt es die ganz klare Empfehlung den Chef am nächsten Morgen mit „Sie“ anzusprechen. Auch Gespräche, die in einer alkoholisierten Plauderlaune zustande kamen, sollten am nächsten Tag mit Distanz betrachtet, bzw. vergessen werden. Es könnte sein, dass dem Chef der Auftritt vom Vorabend peinlich ist. Sollte der Vorgesetzte das „Du“ beibehalten wollen, kann es selbstverständlich mit dem gebotenen Respekt fortgeführt werden. Denn: Die offizielle Empfehlung zum Umgangston im Büro lautet „Für den geschäftlichen Umgang gilt die Anrede Sie. Dazu gehören selbstverständlich der Nachname und ein eventuell vorhandener Titel“. Zu beachten ist: Nur der Ranghöhere bietet dem Rangniederen das Du an: Z.B. der langjährige Mitarbeiter dem neuen Kollegen, der Geschäftsführer dem Assistenten, der Chef dem Mitarbeiter.

 

 

Der Ruf eilt oft voraus und ein „schwieriger“ Kundentermin steht an. Was ist die ideale Verhaltensweise gegenüber fordernden Kunden?

 

 

Bvfsi: Hier empfiehlt es sich, im Vorfeld das Gespräch mit der Geschäftsleitung zu suchen. So kann die Vorgehensweise im Sinne des Unternehmens abgestimmt werden und unangenehme Überraschungen bleiben aus. Diese Maßnahme bietet dem Mitarbeiter eine gewisse Sicherheit im Kundenumgang und seitens der Geschäftsleitung ein loyales Ansehen des Mitarbeiters.

 

 

Zu den Aufgaben vieler Mitarbeiter gehört auch die Schulung von Kunden und/oder anderen Mitarbeitern. Wie kann an einem Schulungstag der nötige Freiraum für den Referenten in Pausen gewahrt bleiben?

 

 

Bvfsi: Wer an einer Tagung teilnimmt, hat mitunter viele Fragen an den Referenten. Doch auch ihm sollte eine zeitlich vollständige Mittagspause gestattet werden. Wenn der Seminarleiter keinen geeigneten Rückzugsort hat, an dem er ungestört sich auf den restlichen Tag vorbereiten kann, sollten die Teilnehmer ihre Fragen aufschreiben und während der Schulung stellen. Der Respekt gebietet es, auch dem Dozenten eine Pause zu gewähren.

 

 

Die moderne Ess- und Tischkultur nimmt einen immer größeren Stellenwert in der Gesellschaft ein. Allerorts steht gesunde Ernährung hoch im Kurs und Küchengeräte aller Art finden reißenden Absatz. Es ist hip geworden, bei Tisch und Tafel trend-gerechtes Geschirr aufzutischen. So stellen sich auch immer mehr Gasthäuser auf diesem Trend ein. Es wird nach immer neuen Highlights gesucht und seit einiger Zeit wird der sogenannte „Göffel“ statt eines Soßenlöffels oder Fischbesteckes zum Hauptgang eingedeckt. Der bvfsi lehnt den Einsatz eines Göffel ab. Zum einen hat der Göffel an der linken Seite der Löffelsenke ein Sägemesser eingearbeitet, damit er auch bei Fischgerichten eingesetzt werden kann. Zum anderen hat der Göffel in der Senke des „Löffels“ vorne Gabelzinken, mit denen man sich aufgrund der Tiefe und Breite des Besteckteils im Mundbereich verletzen kann. Wer Göffel in seiner Besteckschublade vorfindet, sollte diese ausschließlich als Vorlage- oder Salatbesteck einsetzen. Dann ist ein verletzungsfreies Essen gewährleistet.

 

 

Eine ganz klare Empfehlung zur sommerlichen Ess- und Tischkultur geben wir mit dem Olivenlöffel. Er ist universell einsetzbar und wird für Oliven oder Perlzwiebeln aus dem Sud zu heben, verwandt. Gerade in den Sommermonaten wird gerne mediterran aufgetischt. Oliven zum Aperitif zu reichen, ist sehr beliebt. Damit sie nicht austrocknen, werden die Oliven häufig im Sud in einem Schälchen in die Mitte des Tisches gestellt. Mit dem Olivenlöffel, der mit seinen Löchern in der Löffelsenke den Sud abfließen lässt, ist dann ein ideales Besteckteil und ist unsere Sommerempfehlung. Vielleicht auch als Gastgeschenk, wenn man eingeladen ist.

 

 

Wir wünschen unbeschwerte Sommertage!

 

Ihr bvfsi-Team für Moderne Umgangsformen & Ess- und Tischkultur

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0