· 

„Wenn ich ehrlich bin, lese ich immer noch Märchen und ich mag sie am liebsten von allem.“ Audrey Hepburn

Märchen erzählen von wundersamen Begebenheiten. Es sind alte, meist mündliche Überlieferungen und sind in allen Kulturkreisen zu finden. Im Unterschied zu einer Sage oder Legende sind Märchen frei erfunden. Ein Märchen entführt uns in eine Phantasie-Welt. Audrey Hepburn entwich sich gerne in diese Phantasie-Welt, was ihr o.a. Aussage preisgibt. Märchen erzählen uns vom Erscheinen phantastischer Wesen und Zaubereien. Von Hexen, Zauberern, Riesen und Zwergen, Geistern und Fabeltieren, wie Drachen oder Einhörnern. Ein Held besiegt darin das Böse. Oft weiß er von seiner Begabung, das Böse zu besiegen, noch nichts und findet es erst im Laufe der Geschichte heraus. Wir hören gerne zu, da nicht nur unsere auditiven und visuellen Reize angesprochen werden, sondern auch unser Vorstellungsvermögen und unser Empfinden. Mit Märchen können wir dem Alltag entrücken in eine Phantasie-Welt flüchten.

 

Dabei ist das Schönste am Märchen oft das Erzählen selbst. Eine Mutter erzählt Ihrem Kind auf der Bettkante sitzend ein Märchen. Sie erzählt es frei heraus, ohne in ein Buch zu blicken. Es ist dann ein Märchen aus ihrer Gedankenwelt, das sie irgendwann einmal von ihrer Mutter gehört hat. Ihre Tochter nimmt das Märchen in sich auf und schläft dabei ein. Das Letzte was wir am Ende eines Tages hören, ist das Erste was wir im Langzeitgedächtnis speichern. So entwickeln sich Märchen oft weiter und werden manchmal sogar Teil einer Familie. Somit ist ein Märchen-Buch heute auch eine mündliche Weitergabe von gestern.

 

 

 

Audrey Hepburn hatte einen großen Interpretationsspielraum in ihren Film-Rollen. Mit dem Lesen von Märchen gab sie in ihrer Phantasie ihren Rollen immer neue Nahrung. So entstanden bedeutende Filmklassiker, die bis heute Bestand haben. Märchen öffneten für sie eine andere Welt, so wie jeder Film, den sie drehte. Beides ergab für sie Sinn, da es sich gegenseitig ergänzte. Viele Filme, die sie drehte, beruhten ebenfalls auf einem Märchen, einem modernen Märchen. Wie zum Beispiel „Ein Herz und eine Krone“, wofür Sie einen Oscar als beste Hauptdarstellerin erhielt. Es war gleichzeitig der erste Primetime-Film mit Ihr in der Hauptrolle. Ein modernes Märchen, welches sie selbst fortan in ihrem Leben weiterschrieb. „Wenn ich ehrlich bin, lese ich immer noch Märchen und ich mag sie am liebsten von allem.“ Dieser Satz von Audrey Hepburn hat weit über ihren Tod hinaus Bestand. Auch diese eine Facette bestärkte den bvfsi darin, das Jahr 2018 der Stilikone Audrey Hepburn zu widmen.

 

 

Ein Beitrag von Bernd Braun, Vizepräsident bvfsi, Social Media & iTrainer

 

www.bvfsi.de

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0